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Digitalisierung in der Energiewirtschaft

Wer nutzt die Chancen, wer erhält die Rendite?

Eine Digitalisierung von EVU-Prozessen eröffnet Chancen auf neue Dienstleistungen und Ertragsquellen. Gleichzeitig ermöglicht die Digitalisierung an vielen Stellen eine Aufwandsreduzierung und Kostensenkung. So die Hypothese.

Wenn dies zutrifft, dann müssten in Kürze die ersten neuen Geschäftsmodelle aus der Experimentierphase treten und marktrelevant werden. Die erwarteten Einsparungen wiederum müssten in Form einer „Digitalisierungsrendite“ sichtbar werden.

Wo aber wird diese Rendite sichtbar?

  • Bei den Lieferanten? Bei den Netzbetreibern?
  • Bei den Datendrehscheiben für Mess- und Verbrauchsdaten?
  • Bei internationalen Cloud-Betreibern?
  • Oder bei den zahlreichen IT-Dienstleistern, Softwarefirmen und Gerätelieferanten, die den EVU mit neuen IT-Diensten aufrüsten und ihn gleichzeitig für gutes Geld durch den Hindernisparcours ständiger regulierungsbedingter Prozess- und Systemumbauten helfen?

Programm

09:45 Uhr Begrüßung und Einleitung

Klemens Gutmann, Vorstandsvorsitzender BEMD e. V. 

Klemens Gutmann kam nach einem Informatikstudium und Fraunhofer-Tätigkeit in Karlsruhe im Jahr 1993 nach Magdeburg und gründete mit Joan Schlieker die Teleport Sachsen-Anhalt GmbH, die seitdem TK-Dienstleistungen erbringt. Seit 1996 leitet Gutmann, gemeinsam mit Joan Schlieker und Dr. Sebastian Kerz, die von ihnen gegründete regiocom GmbH, einem führenden deutschen Akteur in der Energieabrechnung, IT-Dienstleistungen für EVU, Systemlösungen und Kundenbetreuung für EVU. In ehrenamtlicher Funktion wirkt Klemens Gutmann als Vorsitzender des Bundesverbandes der Energiemarktdienstleister (BEMD). Er ist außerdem Arbeitgeberpräsident im Bundesland Sachsen-Anhalt und Vorstandsmitglied im BDI und in der BDA sowie Mitbegründer und Vorstand des „Cluster Informationstechnologie Mitteldeutschland“. Er ist langjähriges Mitglied im IKT-Ausschuss des DIHK und stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Datenschutz der Bundesrepublik Deutschland.

Dirk Briese, Geschäftsführer BEMD e. V. 

Herr Briese führt seit 2009 die Geschäfte des Bundesverbands der Energiemarktdienstleister BEMD e.V.

Nach seinem Studium an der Universität Tübingen (VWL, BWL, Anglistik) war Dirk Briese von 1993 bis 1997 Berater und ab 1996 Mitglied der Geschäftsleitung in einem auf Umwelt- und Energietechnik spezialisierten Beratungsunternehmen. Im Anschluss war Herr Briese vier Jahre als Projektleiter Unternehmensentwicklung und dann Leiter Beteiligungsentwicklung der swb AG (früher: Stadtwerke Bremen AG) aktiv. Als Projektleiter KomNet (kommunales Netzwerke Bremen/Niedersachsen) war er Leiter der Arbeitsgruppe Zählerwesen/Abrechnung; dem Vorläufer der später ausgegründeten Zähler- und Abrechnungsgesellschaft metaCount GmbH (heute: swb Abrechnungsservice GmbH). Als Geschäftsführer einer Zwischenholding war er Aufsichtsrat und AR-Vorsitzender in verschiedenen Tochtergesellschaften. Seit 2001 ist Herr Briese geschäftsführender Gesellschafter von trend:research, dem Institut für Trend- und Marktforschung in der Energiewirtschaft. Eine der ersten Studien dieses Instituts war eine Studie über „Neue Zählertechnologien“, heute Smart Meter.

In allen diesen Tätigkeiten konnte Herr Briese umfassende Erfahrungen in den Bereichen Zählerwesen und Abrechnung sammeln und ein weitreichendes Netzwerk aufbauen. Daher berief ihn der Vorstand des BEMD 2009 als Geschäftsführer. Er nimmt diese Funktion in Personalunion mit der Geschäftsführung für trend:research wahr. In seiner Funktion als Geschäftsführer des Verbands wirkt er u. a. in der Arbeitsgruppe „Intelligente Zähler und Netze“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit und vertritt dort die Interessen der Energiemarktdienstleister. In der Fachpresse berichtet Herr Briese über aktuelle Entwicklungen bei Energiemarktdienstleistungen und platziert die Forderungen des Verbands. Darüber hinaus ist er für die Durchführung von BEMD-Veranstaltungen, wie bspw. „round tables“ mit Systemanbietern sowie Fachtagungen (z. B. „IT-Trends“, „Digitalisierung“ und „Smart Meter Gateway-Administration“) verantwortlich.

Moderation

Dr. Hermann Janning 

  • Verwaltungsausbildung gehobener Dienst, Stadtinspektor, Jurist/ 1. und 2. Staatsexamen, Promotion Dr. jur., Betriebswirt (VWA)
  • 18 Jahre Führungsfunktionen in der Kommunalverwaltung (1. Beigeordneter Stadt Emsdetten, Stadtdirektor Stadt Georgsmarienhütte, Oberkreisdirektor Kreis Soest)
  • 16 Jahre Geschäftsführer, Geschäftsführer DB Regionalbahn Westfalen GmbH, Vorstandsvorsitzender Wuppertaler Stadtwerke AG, Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Duisburg AG
  • Vizepräsident des Bundesverbandes Kommunaler Unternehmen (VKU), Landesvorsitzender VKU-NRW bis 2013
  • Seit Januar 2013 freiberuflich als Rechtsanwalt, Wirtschaftsmediator und Unternehmensberater, Schwerpunkte: Strategieberatung, Kooperationen, Business-Coaching, neue Geschäftsfelder, Digitalisierung usw.
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Fakt Energy AG, Essen
  • Mitglied im Aufsichtsrat der Fakt AG, Essen
10:00 Uhr Regulierer und Akteure

Johannes Kempmann, Präsident BDEW e.V.  

Johannes Kempmann ist seit 1998 technischer Geschäftsführer der SWM Magdeburg. Davor wirkte der 1954 in München geborene Diplom Ingenieur als Geschäftsführer der Energieagentur Sachsen-Anhalt. Seit Juni 2014 hat er die Präsidentschaft des Bundesverbandes für Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) inne. Von 1986 bis 1994 war er Abgeordneter des Niedersächsischen Landtages und vertrat den Wahlkreis Lüchow-Dannenberg für die Partei Bündnis90/Die Grünen.

Achim Zerres, Bundesnetzagentur, Abteilungsleiter Energie  

1980 bis 1985
Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bonn

1986 bis 1988
Referendariat am Landgericht Detmold

1989
Referent im Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages

1990 bis 1994
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Öffentliches Recht der Universität Bonn – Abteilung Rechtsvergleichung – bei Prof. Dr. Jost Pietzcker

1995 bis 1997
Bundesministerium für Post und Telekommunikation, Referat für zentrale Rechtsangelegenheiten sowie Referat für Rechtsangelegenheiten der Frequenzordnung und Medienfragen

1998 bis 2003
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Aufbau und Leiter Prozeßführungsreferat

2003 bis 2005
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, Leiter Leitungsstab, Leiter Aufbaustab Energieregulierung

seit Nov. 2005
Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen; Vorsitzender Beschlusskammer 6 „Zugang zu Stromnetzen“

seit Dez. 2008
Leiter der Abteilung Energieregulierung der Bundesnetzagentur

Gerald Hornfeck, Geschäftsführer Soluvia Metering GmbH  

Gerald Hornfeck ist seit Oktober 2006 Geschäftsführer der Soluvia Metering GmbH (ehemals 24/7 Metering GmbH). Seit Januar 2011 trägt er ebenfalls als Geschäfts-führer der Soluvia GmbH die Gesamtverantwortung für die Soluvia IT-Services GmbH und die Soluvia Billing GmbH.

Nach seinem Studium der Allgemeinen Elektrotechnik in Nürnberg arbeitete er bei der EWAG, Energie- und Wasserversorgung AG (heutige N ERGIE AG) in Nürn-berg wo er in den Jahren 1989 bis 1998 Führungs- und Leitungsaufgaben in ver-schiedenen technischen Bereichen wahrgenommen hat. Anschließend wechselte er zur Energieversorgung Offenbach AG wo er bis 2006 als Prokurist tätig war und den Geschäftsbereich Netze leitete.

Herr Hornfeck engagiert sich in verschiedene Verbänden und Gremien innerhalb der Branche.

Aus europäischer Sicht haben wir Deutschen in der Energiepolitik einige Alleingänge vollführt und wollten immer wieder ganz vorne sein. Beim Smart Meter-Rollout dagegen liegen wir ganz weit hinten und arbeiten dabei deutlich teurer und aufwändiger als andere EU-Staaten. Auch das ist ein Alleingang.

Gleichzeitig hat der deutsche Energiemarkt ein sehr positives Merkmal: er besteht aus vergleichsweise vielen Akteuren, die ausreichend groß sind, um eigene Investitions- und Innovationsprojekte durchführen zu können. Dazu kommt eine wachsende Zahl von Zulieferern, was sich auch in Verbänden wie dem BEMD manifestiert. Für die anstehende Digitalisierung der Prozesse und Dienstleistungen und einem Wettbewerb der besten Ideen ist das eigentlich eine gute Voraussetzung. Nicht jeder Energiemarkt Europas kann das von sich behaupten.

11:00 Uhr Podiumsdiskussion
  • Sind die deutschen Alleingänge wirklich so „alleingängig“? Was spricht dafür, was spricht dagegen?
  • Sind die genannten Alleinstellungsmerkmale des deutschen Marktes tatsächlich positive Merkmale?
  • Wie stark ist die Wucht der Skaleneffekte? Bleibt bei all den Umbaukosten auch noch Raum für den Mittelstand?
  • Große Player z.B. aus dem Big Data-Bereich lauern auf ihre Chance. Sind sie Innovatoren, Inkubatoren, Rosinenpicker?
  • Digitalisierung soll immer zu Automatisierung und Einsparung führen. Wer erhält letztendlich die Rendite?
11:30 Uhr Kaffeepause
12:00 Uhr Umsetzbarkeit in der Organisation/Belastungen vs. Geschäftschancen

Stefanie Kemp, Leiterin IT Governance & CIO-Office RWE IT GmbH  

Stefanie Kemp ist 1963 in Düsseldorf geboren. Sie begann ihre berufliche Laufbahn in der Healthcare-Industrie. Vor rund 28 Jahren startete sie in der Informations-Technologie. Nach über 10 Jahren auf der Lieferantenseite zog es sie 2002 auf die Anwenderseite und arbeitete für Unternehmen wie die HypoVereinsbank und Thomas Cook. 2006 wurde sie Group Chief Information Officer der Vorwerk Gruppe. Diese Erfahrung über Funktionen, Branchen und Unternehmen liefert eine gute Grundlage um eine zukunftsorientierte IT-Organisation, Prozesse, Dienstleistungen und Produkte zu definieren. 2011 war Stefanie Kemp Preisträgerin des "Global Exchange Award" und "CIO des Jahres". Frau Kemp wechselte 2013 zu RWE und leitet die IT-Governance, das CIO Office und Leiterin Strategische Projekte. In 2014 unterstützte sie im Führungsteam des RWE Innovation HUB und agierte als Executive Sponsor für disruptive digitale Geschäftsmodelle.

Neben ihrem Engagement bei RWE ist sie derzeit Mitglied des Beirats der digitalen Wirtschaft des NRW-Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen.

Andreas Feicht, CEO Stadtwerke Wuppertal und Vizepräsident VKU e.V.  

Herr Andreas Feicht begann 1993 seine berufliche Laufbahn bei der Dresdner Verkehrsbetriebe AG. Dort war er zuletzt als Leiter des Vorstandsbüros für die Unternehmensentwicklung zuständig. Im Anschluss daran arbeitete er bei den Technischen Werken Dresden, der kommunalen Holdinggesellschaft für die städtischen Beteiligungen der Landeshauptstadt Dresden. Hier verantwortete er die strategische Konzernentwicklung.

Herr Feicht studierte berufsbegleitend Wirtschaftswissenschaft an der Fernuniversität in Hagen.

Gemeinsam mit den Eigentümern der Berliner Beratungsdienste gründete Herr Feicht im August 2000 die BBD Verkehrsconsult GmbH mit Sitz in Berlin und fungierte dort als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. Ab Oktober 2005 war Herr Feicht als Mitgeschäftsführer der BSL Management Consultants tätig. Dort baute er unter anderem die Berliner Niederlassung des Unternehmens auf.

Mit Wirkung zum 01.01.2007 übernahm Herr Andreas Feicht den Vorstandsvorsitz der Wuppertaler Stadtwerke AG. Mit der Neustrukturierung des Unternehmens nimmt Herr Feicht in Personalunion die Funktionen des Vorstandsvorsitzenden der WSW Energie und Wasser AG sowie den Vorsitz in der Geschäftsführung der WSW mobil GmbH und der WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH wahr.

Am 28.02.2013 wurde Herr Feicht zum Vizepräsidenten Energiewirtschaft des Verbandes kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) gewählt.

Der gebürtige Süddeutsche (Jahrgang 1971) ist verheiratet, hat eine Tochter und wohnt in Wuppertal.

12:30 Uhr Podiumsdiskussion
  • Gibt es bei den oft großen Projekten der System- und Prozessumstellungen eine Gegenfinanzierung?
  • Welche Rolle spielen Größen- und Skaleneffekte? Sind bestimmte IT-Aufwände vielleicht nur noch durch große Unternehmen zu finanzieren? Oder ist es grade umgekehrt: in großen/komplexen Unternehmen werden tiefgreifende System-/Prozessumbauten zum „budgetären Himmelfahrtskommando“.
13:00 Uhr Mittagspause
14:30 Uhr In Medias Res: Wo bleibt die Rendite?

Die Energiewirtschaft wird oft von Skaleneffekten getrieben. In großen Organisationen müsste es also viele rentable Ansatzpunkte für die Digitalisierung komplexer Prozess- und Dienstleistungsstrecken geben. Wie sehen das die Verantwortlichen? Wie sieht das mit den Erträgen bei der nun anstehenden, gesetzesgetriebenen Digitalisierung aus, z.B. beim Smart Metering oder neuen Kundendienstleistungen rund um dezentrale Versorgungsmodelle.

Dr. Thomas König, Geschäftsführung E.ON Deutschland GmbH  

Nach betriebswirtschaftlichem Studium und Promotion arbeitete Thomas König in verschiedenen kaufmännischen Funktionen der E.ON AG in Düsseldorf, zuletzt als Bereichsleiter Controlling und Unternehmensplanung.

2006 wechselte er als Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand zu einem der größten deutschen Regionalversorger, der AVACON AG.

Danach leitete er das erste große Kostensenkungsprogramm des E.ON Konzerns.

2010 wechselte Herr König zur E.ON Ruhrgas als Finanzvorstand und Arbeitsdirektor. Seit 2012 ist Herr König für die Energienetze der E.ON in Deutschland zuständig.

Dr. Frank Brinkmann, Geschäftsführung Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21)  

Dr. Frank Brinkmann ist seit 01.01.2010 Kaufmännischer Geschäftsführer und Vorsitzender der Geschäftsführung der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH.

Der Diplomphysiker und promovierte Betriebswirt ist bereits geraume Zeit in der Energiewirtschaft tätig, darunter von 2000 bis 2004 als Senior Manager bei der Unternehmensberatung Accenture in München und von 2005 bis 2009 als Prokurist und Hauptabteilungsleiter bei der RheinEnergie AG in Köln.

15:00 Uhr Podiumsdiskussion
15:30 Uhr Kaffeepause
16:00 Uhr Konkret & Praktisch: Neue Geschäftsideen

Die Handelspreise für Energie befinden sich im Dauertief, die Verbraucherpreise stagnieren. Dadurch schwinden die Schubkräfte für eine komplexe Verbrauchs- und Netzoptimierung und für die Sinnhaftigkeit intelligenter Messsysteme. Gibt es trotzdem Geschäftsmodelle, die sich rechnen?

  • Dr. Jan Marckhoff, CEO BEN Energy AG  
    Vorhersage des Kunden-„Energieverhaltens“: Was hat der Vertrieb davon?
  • Dr. Eckart Lindwedel, Senior Principal Pöyry Management Consulting (Deutschland)  
    Wird der klassische Versorger durch neue Handelsalgorithmen obsolet?
  • Dr. Eckart Lindwedel bringt mehr als 20 Jahre Management- und Beratungserfahrung in der netzbasierten Energiewirtschaft mit. Er konzentriert seine Arbeit auf Entwicklung von technologieorientierten Strategien und auf Wachstumsprojekte für Netzunternehmen sowie Due diligences, Transaktionen und Post Merger Integration für TSO und DSOs. Eckart ist Experte für ENTSO-E Netzwerk-Codes und -Regeln. Er leitet die Pöyry-Praxis für “Networks & Smart Infrastructure“.

    Weitere Schwerpunkte seiner Beratungsarbeit sind u. a. dezentralisierte, zellulare Strom-Infrastrukturen, Smart-Grid-Strategien im Kontext der Integration von dezentral erzeugten erneuerbaren Energien und Speichern. Seine jüngsten Projekte beschäftigen sich mit den Chancen und Veränderungen der zunehmenden Digitalisierung durch die Blockchain Technologie für Energieunternehmen.

    Vor Pöyry war Dr. Lindwedel in verschiedenen Managmentpositionen in deutschen Beratungsunternehmen tätig und zuvor für den E.ON- und Tennet-Vorgänger PreußenElektra tätig.

    Eckart hat in Elektrotechnik promoviert (Leibniz Universität Hannover). Seine Qualifikation in Betriebswirtschaft/Business Administration (PSM) erwarb er berufsbegleitend an der European School of Management and Technology (ESMT) , Berlin und Erftstadt sowie an der Haas Business School in Berkeley, California.

  • Dr. Harald Will, Geschäftsführer UrbaneEnergie GmbH   
    Mieterstrom: In kleinen Schritten zum Ertrag
  • Ausbildung:

    • Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Chem.-Univ. Schwerpunkt Ökologische Chemie,
      Dr. rer. nat. Umweltwissenschaften (Produkt-Ökobilanzen)
    • Bis 2008 im Versicherungsbereich u.a. als Risk Consultant, Umweltgutachter (EMAS & ISO 14001), Projektleiter beim Vorstand, Allianz AG Ressort Corporate Solutions, danach im Management der Deutschland Niederlassung des englischen Spezial Versicherers Hiscox, zuletzt als COO
    • Ab 2008 Unternehmensberater, Interims Manager, Projektentwickler Renewable Energy bei Green City Energy AG, München
    • 2010 – 2015 Gründungs-Geschäftsführer Solarinitiative München GmbH & Co. KG
      Beratung & Planung dezentrale erneuerbare Erzeugungsanlagen im urbanen Raum mit Schwerpunkt Photovoltaik und Mieterstrom
    • Seit Frühjahr 2015 Gründung Urbane Energie, Beratungsschwerpunkt MieterStrom.
      Unter Mieterstrom versteht man die Verbindung von dezentraler Erzeugung und lokaler Vermarktung von Energie (Strom, Wärme & Kälte) aus Solar-Anlagen und/oder BHKWs und Reststrom-Versorgung über das Netz an private oder gewerbliche Letztverbraucher. Die Endkunden sind Mieter, aber auch an Eigentümer von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (WEGs) sowie Gewerbemieter in Büro- und Geschäftshäusern, Gewerbezentren etc.
    • Seit August 2015 Kooperation mit den Stadtwerken Schwäbisch Hall im Vertrieb von Energie-Dienstleistungen und Entwicklung und Vermarktung von massenmarktfähigen MieterStrom Produkten als Service für EVUs, Energie-Dienstleister und die Immobilien-Wirtschaft

    Vortrag / Seminar Bullet Points

    • Einführung MieterStrom
      (Einige Zitate & Querverweise aus dem aktuellen von mir mitverfassten BSW MieterStrom Leitfaden)
      1. Begriffsdefinition MieterStrom
      2. Aktueller Status quo
      3. Akteure, Projekte, Markt, Marktpotential
    • Wirtschaftlichkeits-Betrachtung / Berechnung Mieterstrom (WiBe)
      1. Was ist der Business Case bei MieterStrom?
      2. Wie rechnet man die vor Ort erzeugten Strommengen, den Direktstrom richtig ab?
      3. Wie wirkt sich der Bezug von „Reststrom“ aus dem Netz auf die WiBe aus?
      4. Welche Faktoren fördern oder bedrohen den Business Case?
      5. Praxis Beispiele aus unterschiedlichen Projekten
    • Herausforderungen, gelöste & ungelöste Probleme im Bereich des MieterStroms sowie Chancen
    • Ausblick
17:00 Uhr Podiumsdiskussion
17:30 Uhr Querdenker und Resümee

Quer gedacht: Dr. Metin Tolan, TU Dortmund  

Dr. Metin Tolan ist Professor an der TU Dortmund und Inhaber des Lehrstuhls Experimentelle Physik.
Seine Arbeitsgebiete sind:

  • Erforschung des Grenzflächenverhaltens so genannter „weicher Materie“ (Polymere, Flüssigkeiten, Biomaterialien) mit Röntgenstrahlung
  • Nutzung von Synchrotronstrahlung zur Materialforschung allgemein (Synchrotronstrahlung wird durch die Beschleunigung von Elektronen erzeugt und ist sehr viel intensiver (brillanter) als herkömmlich erzeugte Röntgenstrahlung).

Preise und Auszeichnungen

  • 1993: Erhalt des Universitätspreises der Christian-Albrechts- Universität zu Kiel für die beste Dissertation.
  • seit 1.4.2003: Ordentliches Mitglied der Nordrhein-WestfälischenAkademie der Wissenschaften (Klasse Naturwissenschaften und Medizin).
  • 2008: Auszeichnung mit dem Lehrpreis der TU Dortmund.
  • 2010: Wahl zum Professor des Jahres von der Zeitschrift UNICUM Beruf im Bereich Naturwissenschaften und Medizin (ausgewählt aus 600 Vorschlägen für 4 Gebiete)
  • 2010: Verleihung der Silbernen Ehrennadel für besondere Verdienste um das Forschungszentrum DESY
  • 2013: Communicator-Preis der DFG und des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft dotiert mit 50000 Euro.
Resümee: Klemens Gutmann, Vorstandsvorsitzender BEMD e.V.
18:30 Uhr Abendempfang in der Spielbank Hohensyburg